Die 13 Weinbaugebiete Deutschlands - von Mosel bis Pfalz

Montag, 15. Juli 2019

Die 13 Weinbaugebiete Deutschlands - von Mosel bis Pfalz

Edle Tropfen unterschiedlichster Art: Weinbaugebiete Deutschland

Wein wird in Deutschland auf gut 102.000 Hektar angebaut. Diese Rebfläche ist untergliedert in 13 Weinbaugebiete. Dabei weist jede Region ihre Besonderheiten und spezielle Vorzüge auf. Das Ergebnis ist eine reichhaltige Auswahl an Weinen unterschiedlichster Art, die hervorragend zur jeweiligen regionalen Küche passen. Einen Überblick über die Weinbaugebiete Deutschlands geben wir Dir als ersten Anhaltspunkt hier:

Rheinhessen

Wenn es um die Weinbaugebiete Deutschlands geht, kommt einem eine Vielzahl von Regionen in den Sinn. Rheinhessen wird dabei selten an erster Stelle genannt. Trotzdem ist dieses Anbaugebiet mit gut 26.000 Hektar das Größte in Deutschland. Linksrheinisch im Bundesland Rheinland-Pfalz gelegen wird in Rheinhessen eine Vielzahl unterschiedlicher Rebsorten angebaut und gekeltert. Mehr als zwei Drittel entfallen dabei auf weiße Trauben. Bei diesen wiederum dominieren Riesling und Müller Thurgau.

Pfalz

Im Süden von Rheinhessen schließt sich mit der Pfalz das mit gut 23.000 Hektar Fläche zweitgrößte Anbaugebiet unmittelbar an. Der Weinanbau lässt sich hier bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Auch hier führt der Riesling mit gut 21 Prozent die Liste der gekelterten Rebsorten an gefolgt vom Müller-Thurgau mit gut 10 Prozent.

Baden

Innerhalb der Weinbauregion Baden, die mit gut 15.000 Hektar auf dem dritten Platz landet, genießt vor allem der Kaiserstuhl ein besonderes Renommee unter Weinkennern. Die Besonderheit Badens ist, dass es das einzige der Weinbaugebiete von Deutschland ist, in dem die durchschnittlichen Temperaturen hoch genug sind, um von der Europäischen Union als Weinbauzone B geführt zu werden.

Württemberg

Ebenfalls im Süden der Republik befindet sich das mit gut 11.000 Hektar Rebfläche viertgrößte Anbaugebiet Deutschlands. Bemerkenswert ist der für deutsche Verhältnisse große Anteil von roten Rebsorten, die mehr als zwei Drittel der Anbaufläche ausmachen und unter denen der Trollinger fast ein Viertel des Gesamtertrags ausmacht.

Mosel

Zwar wird im engen Tal der Mosel die Mehrzahl der Hänge zur Weinerzeugung genutzt, aber die Gesamtfläche erreicht gleichwohl lediglich 8.800 Hektar. Trotzdem befinden sich hier einige der bekanntesten und besten Winzer Deutschlands - unter ihnen auch Fernsehmoderator Günther Jauch.

Franken

Die Besonderheit der fränkischen Weine ist ihre traditionelle geringe Restsüße. Während ein Wein gemeinhin dann als trocken bezeichnet werden kann, wenn der Zuckergehalt unterhalb von 9 Gramm pro Liter beträgt, liegt die Messlatte für "fränkisch trocken" mit maximal 4 Gramm Restzucker pro Liter deutlich niedriger.

Nahe

Das von besonders mildem Klima geprägte Nahe-Tal ist seit 1971 eines der eigenständigen Weinbaugebiete in Deutschland. Die Besonderheit dieses Gebiets ist die Vielfalt der Böden. Innerhalb von gut 4.000 Hektar lassen sich hier 180 verschiedene Arten von Böden finden.

Rheingau

Für viele ist Riesling vom Rhein bis heute der Inbegriff deutscher Weinkultur. Mit dem Assmannshäuser Höllenberg befindet sich dort aber auch eine der wenigen klassischen Lagen für den Anbau hochwertiger Rotweine in Deutschland.

Saale Unstrut

An Saale und Unstrut befindet sich das am nördlichsten gelegene der Weinbaugebiete von Deutschland. Mit gut 750 Hektar ist es das Größte unter den kleinen Anbaugebieten. Karge Böden und wenig verlässlicher Niederschlag lassen hier vor allem früh reifende Sorten wie Müller-Thurgau und Silvaner gedeihen.

Die übrigen Weinbaugebiete

An der Ahr, in Sachsen, am Mittelrhein sowie an der Hessischen Bergstraße gibt es weitere kleinere Anbaugebiete in Größen zwischen 450 bis 540 Hektar Anbaufläche.

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Fotocredits: Ales Me (Unsplash)