Eine Champagner- oder Sektflasche richtig öffnen

Montag, 28. Oktober 2019

Eine Champagner- oder Sektflasche richtig öffnen

Schaumweine richtig entkorken

Beim Öffnen einer Champagner- oder Sektflasche kann man so einiges verkehrt machen. Die Folgen sind knallende Korken und überschäumende Inhalte, was zwar Spaß machen kann, aber nicht wirklich professionell wirkt. Die Perlage entwicht schneller durch das Knallen und ein Teil des edlen Tropfens wird verschüttet. Das muss nicht sein! Deswegen zeigen wir Dir Schritt für Schritt, wie man eine Flasche mit Sektkorken richtig öffnet.

Zunächst aber klären wir kurz den Unterschied zwischen Champagner und Sekt.

Was ist der Unterschied zwischen Sekt und Champagner?

Der wesentliche Unterschied zwischen Sekt und Champagner hängt übrigens von zwei Dingen ab: der Herkunft und der Herstellung. Champagner wird nach strengen Richtlinien (nach der sog. "méthode champenoise") in der französischen Region Champagne hergestellt. Da es sich bei Champagner um eine geschützte Bezeichnung handelt, dürfen Schaumweine, die zwar nach gleichen Richtlinien, aber in einer anderen Region hergestellt werden, nicht als solcher bezeichnet werden. Sowohl beim Sekt als auch beim Champagner stammt die Perlage (Kohlensäure) aus der zweiten Gärung. Beim Champagner muss diese jedoch in der Flasche stattfinden, welche dafür sorgt, dass er besonders feinperlig wird. Zudem dürfen bei Champagner nur bestimmte Rebsorten verwendet werden (Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay).

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Besonderheit des Sektkorkens

Schaumweine sind durch die Perlage einem hohen Druck ausgesetzt. Dieser Innendruck in der Flasche kann bis zu 5 bar betragen. Deshalb wird ein besonderer Korken benötigt, der über einen größeren Durchmesser als ein herkömmlicher Weinkorken verfügt. Die Kegel-Form des Sektkorkens und das Drahtgestell sorgen ebenfalls dafür, dass dem Flaschendruck standgehalten wird.

Agraffe

In der Fachsprache nennt man dieses Drahtgestell, welche den Korken zurückhält, Agraffe. Sie verhindert, dass der Korken nicht gezogen werden muss, wie es bei herkömmlichen Weinen der Fall ist. Unter der dem Drahtgestell ist ein Plättchen fixiert, auf welchem sich in der Regel das Emblem der Herstellers befindet. Die Agraffe ist mit einer seitlichen Drahtschlaufe versehen, die sich ganz einfach aufdrehen lässt. Dabei muss jedoch der Korken unter dem Daumen fixiert werden, da sich sonst bereits der Korken durch den Druck lösen und einem entgegenfliegen kann.

Öffnen der Flasche in vier einfachen Schritten

Bevor der Champagner geöffnet wird, sollte er einige Stunden eingekühlt und nicht geschüttelt werden.

1. Banderole entfernen

Zunächst die Banderole (in der Fachsprache auch Stanniol genannt) entfernen, indem man sie mit einem spitzen Messer leicht einschneidet und ringsum abzieht. Bevor die Agraffe entfernt wird, legst Du einen Daumen auf den Korken, um ein Herausploppen des Korkens zu verhindern.

2. Agraffe öffnen

Nun löst Du die Agraffe, indem die Drahtschlaufe langsam aufgedreht wird. Während dieses Vorgangs bleibt der Daumen weiterhin auf dem Korken.

3. Flasche richtig platzieren

Nachdem der gelockerte Drahtverschluss von der Flasche entfernt wurde (dieser kann aber während des Öffnens auch auf dem Korken bleiben - siehe Video), hältst Du die Flasche ein wenig schräg und platzierst den Flaschenboden in der Handfläche. Mit der anderen Hand (bzw. dem Daumen) den Korken weiterhin festhalten.

4. Flasche aus Korken herausdrehen

Anschließend drehst Du die Flasche vorsichtig und langsam in eine Richtung, während der Daumen den Korken festhält. Du drehst also die Flasche aus dem Korken und nicht andersrum. Nach einer kurzen Umdrehung löst sich der Korken ganz automatisch unter einem leichten Zischen aus dem Flaschenhals.

Fotocredits: Tristan Gassert via Unsplash