Der Unterschied zwischen Sekt und Champagner

Dienstag, 06. Oktober 2020

Der Unterschied zwischen Sekt und Champagner

Schaumweine im Vergleich

Ist Champagner der bessere Sekt? Er gilt jedenfalls als König der Schaumweine und allein beim Namen denkt man automatisch an gute Qualität. Es gibt definitiv auch grandiose Sekte, keine Frage. Die Unterschiede liegen im Wesentlichen im Herstellungsverfahren und in der Herkunft.

Champagner - König der Schaumweine

Bei Champagner handelt es sich um besonderen Schaumwein, der nur in der französischen Weinbauregion Champagne hergestellt wird. Champagner darf sich also wirklich nur nennen, was aus der Region Champagne stammt, die sich ca. 100 Kilometer nordöstlich von Paris befindet. Das Anbaugebiet (ca. 35.000 Hektar) für die Rebsorten ist dort genau abgegrenzt. Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir sind die drei Rebsorten, die für die Champagner-Herstellung verwendet werden.

Champagner gilt als Luxus-Schaumwein und hat aufgrund der Herstellung, die nach den strengen Regeln der "méthode champenoise" vonstatten geht, seinen Preis. Es werden nur drei bestimmte Rebsorten verwendet und die Trauben müssen von Hand geerntet werden. Die Gärung, die mindestens 15 Monate beträgt, findet bei der Champagner-Herstellung traditionell in der Flasche statt. Diese zweite Gärung in der Flasche macht den Champagner besonders feinperlig. Verschlossen wir der edle Tropfen mit einem Naturkorken.

Sektherstellung

Sekt ist ein Qualitätsschaumwein, der in europäischen Ländern mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnet wird. So sprechen die Luxemburger vom Vin Mousseux bzw. Crémant. Die Italiener genießen täglich gekühlten Prosecco oder süßen Spumante. In Österreich wird der Hauersekt getrunken. In englischsprachigen Ländern ist es der prickelnde Sparkling Wine, der den Genießergaumen verwöhnt.

Bei der Herstellung von Sekt sind die Regeln deutlich lockerer. So ist das Anbaugebiet für die Trauben weder vorgeschrieben noch begrenzt und die Herstellung wird auch nicht streng kontrolliert wie es beim Champagner der Fall ist. Die Gärzeit beläuft sich beim Sekt auf mindestens sechs bis neun Monate. Natürlich unterliegt auch die Sektherstellung gewissen Qualitätsvorgaben (z.B. dass der Alkoholgehalt mind. 10% betragen muss und keine Kohlensäure hinzugefügt werden darf), nur haben die Winzer deutlich mehr Freiraum als es beim Champagner der Fall ist. Auch beim Sekt gibt es deutliche Qualitätsunterschiede. So gären günstige Schaumweine in der Regel in großen Tanks. Hochwertigere Sekte hingegen reifen bis zu neun Monate in der Flasche, ähnlich wie beim Champagner. Auf dem Etikett wird dies meist mit dem Zusatz "traditionelle Flaschengärung" gekennzeichnet.

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